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| Gaillard, Pierre | Erfand angeblich 1650 die Vergoldefilete. |
| Galanteriearbeiten | Kleinarbeiten, Nähkästchen, Schmuckdosen, Zeitungshalter, Futterale; zu den G. gehörten auch das Fertigmachen bestickter Buch- und Schreibmappenüberzüge. |
| Galle | dient, mit Spiritus versetzt, beim Gallemarmorieren als Treibmittel für die auf einem Schleimgrund gesprengten Farben. |
| Galvano | Duplikat eines Druckklischées; das G. wird durch elektrisches Verkupfern des Originals hergestellt, wobei das entstehende hauchdünne Kupferhäutchen abgezogen wird und mit Blei hintergossen wird. |
| Ganzband | Einband, dessen Überzug aus einem Stück besteht. |
| Ganzzeug | Papierrohstoff, dem bereits die richtige Menge an Farben, Leim und Füllstoffen beigefügt wurde. |
| Garantleinen | Offener Bucheinbandstoff aus kaschierter Baumwolle, 0,15 - 0,20 mm stark. |
| Gardez | (frz.). Vorsatz. |
| Garmont | Schriftgrad von 10 Punkt Kegelstärke nach dem französischen Schriftgießer Gar(a)mond benannt. |
| Garnitur | Zusammengehörende Stücke; bei Schriften einer Schriftart neben dem normalen Schnitt schmal laufende, magere, halbfette, fette und kursive Formen, die aber immer die Grundform erkennen lassen: "Schriftfamilie". |
| Gascon, Le | Französischer Buchbinder im 17.Jh.; er führte den Punktstempelstil (Pointilléstil) ein. |
| Gaufrieren | Prägen, Pressen von Papier, Kartons und Geweben mittels gravierter Stahlwalzen (>grainieren) |
| Gautschen | Das Abdrücken eines handgeschöpften Papierbogens vom Schöpfsieb auf eine Filzunterlage; Zusammenführen mehrerer Papierbahnen im Nasszustand, um einen Karton zu erhalten. |
| Gaze | Aus appretiertem, weitmaschigen Gewebe bestehend, an das die Druckbogen mit der Fadenheftmaschine geheftet werden; für die Drahtheftung bestimmte G. wird wegen ihrer stellenweise verdichteten Fadenstellung als "Drahtgaze" bezeichnet; G. wird zur Verstärkung des Buchblockrückens auf diesen aufgeleimt. |
| Gebele, Matthias | (* 22.11.1910). 1946-1951 Mitarbeiter des eingegangenen "Badischen Studienkreises". Exakt arbeitender Buchbinder, Schriftschreiber, guter zurückhaltender Dekorentwerfer. G. arbeite selbständig in Villingen/Schwarzwald. MDE-Mitglied. |
| Gebetbuch | Kaiser Maximilians, von Schönsberger in Augsburg 1515 gedruckt, mit Handzeichnungen Dürers, Cranachs u.a.; wird in je 1 Exemplar in der Bayerischen Staatsbibliothek in München und in Besancon aufbewahrt. |
| Gebrochener Rücken | Deckel und Rücken bestanden ursprünglich aus einer dünnen Pappe, an die die Rückenbreite und die Gelenke angebrochen wurden; daher der Name "Pappband"; als dickere Pappen benutzt wurden, wurde die Rückeneinlage auf dünnen Karton geklebt, an den Fälzen gebrochen und auf den Buchblock herübergezogen, danach die Deckel aufgesetzt. |
| Gegautscher Karton | besteht aus mehreren im Nasszustand miteinander verfilzten Papierbahnen. |
| Gegeneinanderhängen | Schmales Übereinanderkleben von Papierblättern an ihren Rückenkanten, um aus ihnen nach dem Zusammenfalzen heftbare Lagen zu erhalten. |
| Gegenkleben | Auch "Gegenkaschieren" genannt, ist das Bekleben einer Pappenrückseite mit Papier, um den Zug der beklebten Vorderseite aufzufangen, damit diese plan liegen bleibt. |
| Geglättetes Leder | >Ecraséleder. |
| Geheimnisse | im Bucheinband sind in Deckel und Deckelrücken untergebrachte Schriften, Geldnoten, Geländekarten u.a. Mitteilungen. |
| Geiersberger, Hubert | (* 24.10.1924). 1852 in München Meisterprüfung, 1954 Abschlussprüfung vor dem Berufspädagogischen Institut in München, danach Fachlehrer an der Münchener Berufsschule und an den Abendklassen der Münchener Meisterschule. 1963 Tagesfachlehrer unter Prof. Wiese an der Meisterschule und nach ihm Direktor der Münchener "Meisterschule für Buchbinder". |
| Gelatine | wird als Grundiermittel verwendet; gebleichter oder ungebleichter Leder- oder Knochenleim. |
| Geleimt | werden Papiere, um sie tintenfest zu machen (Schreibpapier); daneben gibt es aber auch Papiere, die im Hinblick auf ihre spätere Verwendung nur mit 3/4-, 1/2- oder 1/4-Leimung versehen sind; Löschpapier ist ungeleimt. |
| Gemeine | Kleinbuchstaben sind "Minuskeln"; Großbuchstaben "Majuskeln". |
| Gerader Rücken | Ungerundeter flacher Rücken; bei eingebundenen Büchern bis zu 10 mm Rückenstärke zulässig, da G. bei dickeren Büchern das Bestreben haben, den Vorderschnitt, "Bauch" genannt, vorzuwölben. |
| Gerben | Das Haltbarmachen tierischer Häute mit Gerbstoffen; zu diesen gehören wässrige Auszüge aus Weiden- oder Eichenrinde, Schoten tropischer Sträucher wie Dividivi, Myrobalanen, Quebracho und Sumach; mit schädigenden Gerbstoffen gegerbte Leder werden mitunter mit Sumach nachgegerbt; weißes Schweinsleder wird mit Alaun gegerbt; die Chromgerbung liefert ein haltbares, gummiartiges, in der Buchbinderei nicht verwendetes Leder; um dem "Roten Verfall", der ein Zerzundern von Leder bewirkt vorzubeugen, wurden vom "Verein Deutscher Bibliothekare" 1911 Vorschriften erlassen, die nur die Sumach- und Eichenlohgerbung gelten lassen. |
| Gerbers, Johannes | (* 26.2.1886). G. lernte bei Jebsen, Vater und Großvater waren Buchbinder. MDE-Gründungsmitglied von 1922. Von 1944-1946 Fachlehrer in Hamburg an der Landeskunstschule. Ausgezeichneter Kunstbuchbinder, für den Karberg jahrelang den Einbanddekor entwarf. Karberg entwarf auch das alte MDE-Zeichen. |
| Gerlach, Walter | (* 5.3.1892). Kerstenschüler, 13 Jahre lang Fachlehrer an der "Berliner Innungsfachschule". MDE-Mitglied. |
| Geschäftsbücher | Schreibbücher aus starkem Papier, meist liniert und mit Kopfeindruck versehen; die ersten G. kamen 1870 in England heraus, erhielten meist Kapital- und Eckenverstärkungen aus Leder, falsche Rückenbünde und marmorierte Buchschnitte; ein Register wurde hinten angebunden; heute in einfachen Ausführungen erhältlich, auch klebegebunden. |
| Gesticheltes Schweinsleder | Imitiertes Schweinsleder, meist Schafleder, bei dem die charakteristischen Borstenlöcher im Schweinsleder künstlich nachgeahmt werden. |
| Gestrichenes Papier | Ein mit maschinellem Anstrich versehenes Papier, das sich wegen der Geschlossenheit seiner Oberfläche besonders gut für die Wiedergabe feiner Autotypen eignet (>Ikono). |
| Geviert | Nicht mitdruckendes, quadratisches Anschlussstück im Bleisatz. |
| Gewebeeinband | Treffendere Bezeichnung für "Leineneinband", da die meisten Einbandgewebe aus Baumwollfäden und nicht mehr aus Leinenfäden hergestellt werden. |
| Glacépapier | (frz.). Glänzend gemachtes Papier, das überwiegend in Kartonagenbetrieben Verwendung findet. |
| Glanzpappe | >Press-Span |
| Glanzstoßen | von Leder erfolgt nach Appreturauftrag mit Glasrollen. |
| Glättkolben | Tatzenförmiger, fein polierter Stahl in einem Holzheft, der erwärmt zum Lederglätten und zum Wegglätten von Unebenheiten dient. |
| Glättpresse | Tisch- oder Standpresse, elektrisch oder hydraulisch angetrieben; in Buchbindereien stehen meist zweisäulige Standpressen, in denen angepappte Bücher austrocknen sollen; Zwillingspressen dienen beim handwerklichen Anpappen zur Arbeitserleichterung, wobei eine Pressfläche presst, während die andere entlüftet wird. |
| Glättwalze | Kalander, der das mühsame "Schlagen" ungeglätteter Druckbogen in den Jahren nach 1850 ersetze. |
| Glättzähne | Achatsteine, in langen Griffen gefasst, in gerader, leicht gewölbter und Stiefelform, dienen zum Glätten von Buchschnitten; breite kräftige Achatsteine werden zum Hochglanzglätten - "Steinglätte" - von Papieren, Kartonen und Pressspan benutzt. |
| Glauning, Otto | (* 15.8.1941). Einbandforscher Direktor der Universitätsbibliothek in Leipzig seit 1921. |
| Glutin | Eiweißstoff, Hauptbestandteil der Warmleime aus Knochen und Lederabfällen. |
| Glyzerin | Ölsüß genannt, entsteht bei der alkoholischen Vergärung von Zucker, bei der Zersetzung von Ölen und Fetten; G. wird Klebstoffen zugesetzt, um diese geschmeidig zu machen; G. ist nicht beständig und verflüchtigt sich mit der Zeit aus den geklebten Materialien, die dann spröde werden können. |
| Goldbindemittel | Grundiermittel für die Handvergoldung. |
| Goldborte | Geprägtes, gelegentlich ausgestanztes m vielfach mit echtem Blattgold belegtes Papier, das die Buchbinder bei ihren >Galanteriearbeiten statt der handvergoldeten Linien benutzten. |
| Goldener Schnitt | Teilung einer Linie oder eines Verhältnisses so, dass sich der kleinere Teil zum größeren, wie der größere zum Ganzen verhält; ein dem Auge angenehmes Maß, das auch den DIN-Formaten zu Grunde liegt. |
| Goldprägung | wird mit der beheizten Prägepresse gemacht; die im 19.Jh. übliche Blattgoldverwendung auf mit Eiweiß grundierten Materialien ist Ersatzmetallen gewichen, vornehmlich golden eingefärbten Aluminiumfolien. |
| Goldschlägerhaut | Aus Rinderdarm hergestelltes dünnes Pergament, das vom Blattgoldschläger zum Zwischenlegen von Gold beim Blattgoldschlagen und wegen seiner Zähigkeit und Dünne von Restauratoren zum Ausbessern von Pergamentblättern benutzt wird. |
| Goldschmidt, Ernst, Philipp | (* 1887, + 1954). Einbandforscher für gotische- und Renaissance-Einbände. Schrieb "Gothic & Renaissance Bookbindings" in zwei Bänden. |
| Goldschnitt | Ein mit echtem Blattgold belegter Buchschnitt; in Deutschland seit Ende des 15.Jh. bekannt. Die beschnittenen und in Handpressen scharf eingepressten Bücher, werden auf den Schnittflächen mit Klingen angeschabt, mit Glaspapier abgerieben, gekleistert, mit rotbraunem Bolus gefärbt und das Blattgold auf den mit verdünntem Einweiß befeuchteten Schnitt aufgetragen; das Andrücken des Goldes "anglätten" genannt, erfolgt nach dem Antrocknen mit einem Achatglättzahn, wobei ein einseitig gewachstes Papier unterlegt wird; beim G. wird in Flach-, Hohl, Kopf- und Rundumschnitten unterschieden. Bei bibliophilen Büchern wird der G. gern vor dem Heften angebracht. Prachteinbände können Buchblöcke mit ziselierten und untermalten Goldschnitten erhalten (Untergoldschnittmalerei). Maschinell wird der G. mit Echtgoldfolie und Hitze auf die vorbereiteten, eingepressten Schnittflächen gepresst; die ersten Goldschnittmaschinen kamen 1955 aus den USA. |
| Goldschnittfolie | Auf Rollen lieferbarer Goldschnitt zur Schnittvergoldung mit beheizter Goldschnittrolle; kein Echtgold. |
| Goldschnittgrund | Grundiermittel für Goldschnitte mit Blattgold. |
| Goldschnittrolle | beheizter Metallbügel mit einer Silikonwalze am Holzgriff zum Auftragen von Goldschnittfolie auf dem Buchschnitt; die Temperatur kann über einen Thermostaten individuell angepasst werden. |
| Goldschnittspalten | konisch, zum Einpressen des Buchblocks bei der Schnittvergoldung. |
| Gotische Schriften | Druckschriften im Charakter alter Mönchshandschriften mit gebrochenen Geraden, wie sie Gutenberg verwendete; von den Buchdruckern auch "Textura" genannt; G. haben ein gitterähnliches und engeres Schriftbild, als die später aufkommenden Frakturschriften. |
| Goudronné | (frz.) Packpapier mit einer Teerpapier-Zwischenlage. |
| Gradl | Österreichischer Fachausdruck für Köperbindung; handgewebtes Büchertuch. |
| Gradl, Moritz | (* 13.7.1901, + 1963). 1926-1927 technischer Mitarbeiter Prof. Wiemeiers in Leipzig. 1937-1958 Fachlehrer an der "Meisterschule für Graphik und Buchgewerbe" in Berlin. |
| Graduale | Schriftstellen (meist aus Psalmen), die vor den Stufen des Chorraumes oder des Altars, außer in den Fastenzeiten, gesungen wurden. |
| Grain | Feinkörniger Ledernarben; Fine-G.: mittelkörnig, Demi-G.: großnarbig, Long-G.: langnarbig, Straight-G.: geradnarbig, Crossed-G.: kreuznarbig, Paste-G.: künstlich genarbt. |
| Grainieren | Appretierte Gewebe, Papiere und Kartons mit gravierten Stahlwalzen prägen. |
| Grangerisieren | Nach dem Reverenten Stuart Granger (1723-1776) genannt; Granger regte an, nicht illustrierten Büchern nachträglich passende Zeichnungen, Holzschnitte u.a. beizufügen. In Frankreich "Trüffeln" genannt. |
| Graphit | Reißblei, im wesentlichen aus Kohlenstoff bestehend; ergibt mit Ton gemischt und gebrannt Bleistiftminen verschiedener Härtegrade. G. ist pulverisiert Gleitmittel für Maschinenteile statt Öl.´; auf Buchschnitt gerieben ergibt G. den "Graphitschnitt", der sich glätten lässt. |
| Graupappe | Aus Altpapier hergestellte Buchbinderpappe. |
| Gravur | Vergoldestempel, Prägeplatten und Fileten werden durch Bearbeiten mit Fräsern und Sticheln graviert, um ein bestimmtes Muster erhaben aus einer Messingplatte herauszuarbeiten. |
| Grecque | (frz.). Handsäge. |
| Greiffalz | Vorfalz |
| Greiflochringe | Konfektionierartikel, G. werden z.B. in das Greifloch von Ordnerrücken eingesetzt, um diese zu verstärken. |
| Griff | Nennt man die beim Anfassen eines Papierbogens gefühlsmäßige Bewertung von Volumen, Härte und Oberflächenbeschaffenheit. |
| Grolier de Severin, Jean | (* 1479, + 1565). Französischer Generalschatzmeister und Bücherliebhaber; die für ihn eingebundenen Bücher tragen auf dem Vorderdeckel den Vermerk "Grolierii et amicorum"; von den 3.000 Grolierbänden blieben 500 erhalten; ihr Hauptschmuck ist vergoldetes Bandwerk, gelegentlich farbig lackiert. |
| Großbuchbinderei | Auf die Anfertigung von Massenarbeiten spezialisierte Buchbinderei, die überwiegend mit Maschinen arbeitet. |
| Groß-Meridian | Papierformat 46 x 59 cm. |
| Groß-Royal | Papierformat 50 x 65 cm. |
| Grotesk | Antiquaschrift ohne Füßchen und in gleich bleibender Schriftstärke, Skelettschrift. Eine moderne G. schuf P. Renner mit der "Futura". |
| Grundieren | Auftragen eines Grundiermittels. Es wird zwischen Vorgrundieren (Kleisterwasser, um durch die Vorbehandlung den Lack nicht durchschlagen zu lassen) und dem eigentlichen Grundieren unterschieden; für Goldschnitt und Handvergoldungen wird Eiweiß oder Ski-glace, ein Vergoldelack benutzt; eine Alaun-Wasser-Grundierung fällt beim Gallemarmorieren die Farben auf dem Papierbogen aus, fixiert sie. |
| Grüne Haut | Die noch nicht konservierte, frisch vom Tier abgezogene Haut. |
| Grünleinen | Dunkelgrün eingefärbtes Büchertuch, in Leinenbindung gewebt, stark appretiert; G. wird für Geschäftsbücher und Mappen wegen seiner Festigkeit verwendet. |
| Grünewald, Kurt | (* 14.11.1893, + 7.1.1966). Berliner Fachlehrer. Regte zusammen mit Heinrich Engel die Wiedergründung des Bundes "Meister der Einbandkunst", MDE 1951 in Düsseldorf an. |
| Gruél, Leon | (* 1841). Französischer Buchbinder, der historische Einbände sammelte und "Manuel historique et bibliographique de l´amateur de reliures" schrieb. Paris 1881 und 1905. |
| Gummiarabikum | Klebstoff aus dem Saft der tropischen Akazie. G. löst sich in kaltem Wasser als Schleim auf uns ist ein "Gummierleim". |
| Gummierung | Gummilösung zum Schutz von Offsetplatten gegen Korrosion und das "Blindwerden". |
| Gummikordel | Konfektionierartikel; auch als Gummikordel oder Gummifäden mit Splinten; z.B. zum Schließen von Büchern und Mappen. |
| Gurbat, Otto | (* 12.12.1887, + 31.1.1975). Fachlehrer in Berlin, bis in das hohe Alter ein sachlicher, moderner Buchbinder. G. schrieb eine Monographie über Buntpapier für den MDE (1971) und war dessen Ehrenmitglied. |
| Gustavmarmor | Geglättetes Überzugpapier mit marmorähnlichen Tropfenmuster, maschinell durch Auftropfen von Säuren auf Papier erzeugt; kaum noch verwendet. |
| Gutenberg, Johannes | (1394-1468). Erfinder des Letterngusses (Buchdruck); Drucker der 42-zeiligen Bibel, Namensgeber für das "Gutenberg-Museum" in Mainz und für den "Gutenberg-Ring" der Stadt Leipzig; dieser Ring wird alle 10 Jahre an den Würdigsten auf dem Gebiet des Buchdrucks, der Schriftgießerei und der Einbandkunst verliehen. |
| Gütevorschriften | wurden notwendig, als das Zerzundern von Lederrücken auffiel. Der sog. "Rote Verfall" entstand durch nicht völlig ausgewaschene Gerbsäuren und durch die Dämpfe der Gaslichtbeleuchtung. Auf Veranlassung der "Vereins Deutscher Bibliothekare" wurde eine Kommission gegründet, die am 8.6.1911 "Vorschriften für Bibliothekseinbände" herausgab. Zugelassene Leder müssen mit Sumach gegerbt sein und auf dem Lederteil einen darauf verweisenden Stempel tragen; weitere Vorschriften erstrecken sich auf Heftweise, Überzugspapiere und Einbandgewebe. |
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